Umgang mit Angst - eine Übung

meditation selfcare Nov 27, 2021
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Mindful Family® · Achtsamkeit für Eltern
Umgang mit Angst - eine Übung
16:25
 

Hast du mit Ängsten, Unsicherheit, Zweifeln zu kämpfen?

Wir alle kennen diese unangenehmen Gefühle, und häufig unterdrücken wir sie, verdrängen sie, wollen sie nicht fühlen. Das ist leider keine gute Strategie.

Denn alles, was wir verdrängen, nicht haben wollen, wegschieben, von uns abspalten wollen, geht direkt in den Keller und übt Gewichtheben.

Will sagen: Unterdrückte Gefühle rumoren in deinem Inneren und machen dann als festgehaltene Energie, die nicht fließen darf, alle möglichen nicht so praktischen Dinge:

  • Sie tun sich mit schwierigen Gedanken und den Erinnerungen an die auslösende Erfahrung zusammen und servieren dir die schönsten Alpträume.
  • Sie schlagen ihr Lager in deiner Muskulatur auf und sorgen für chronische Verspannungen.
  • Sie verbünden sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen (je nach Häufigkeit und Intensität deiner Verdrängungsversuche haben sie da eventuell eine seeeehr große Auswahl...) und schauen, ob ein bisschen Somatisierung, also körperliche Symptome verschiedenster Couleur, angesagt sein könnte.
  • Und sie bilden einfach so etwas wie emotionale Schlacke am Grunde deines Inneren, was zu weniger Leichtigkeit und Lebensfreude führt. 

Ein kompetenter Umgang mit Ängsten und allen anderen Gefühlen ist eine wesentliche Facette von Resilienz und Selfcare.

Gefühle wollen nur eins:

Sie wollen gefühlt werden, einen Moment da sein dürfen, einmal durch den Körper flottieren. Fertig. Gefühle schwellen an. Und Gefühle schwellen wieder ab. Es ist noch niemand für immer in einem Gefühl stecken geblieben.

Die Emotionsforschung hat festgestellt, dass ein Gefühl, wenn man es in Ruhe lässt und nicht durch Gedanken ÜBER das Gefühl oder zur auslösenden Situation immer weiter füttert, ganze 90 Sekunden braucht für diesen Prozess des An- und Abschwellens.

Wir dürfen also lernen und üben, mutig und wach unsere Gefühle zu fühlen.

Wach fühlen, das heißt:

  • Das Gefühl erkennen und benennen
  • Das Gefühl im Körper lokalisieren
  • Das Gefühl beobachten, Zeugin oder Zeuge sein, es dasein lassen
  • Möglichst ohne zu bewerten, DASS man dieses Gefühl gerade hat und ohne es weghaben zu wollen. Es einfach eine Weile dasein lassen. Mit ihm sein.

Das braucht etwas Übung.

Umgang mit Angst, einem sehr unbequemen Gefühl

Angst ist ein sehr unbequemes Gefühl. Es löst eine Stressreaktion im Körper aus, die uralt ist und die in ihrer Intensität nicht immer zu den äußeren Situationen passt, wie sie sich in unserem heutigen Leben präsentieren.

Unsere Steinzeitvorfahren hatten mit Säbelzahntigern zu tun, vor denen sie fliehen mussten. Angst hat eine Stressreaktion im Körper ausgelöst ("fight, flight or freeze"), die den Körper auf Flucht oder Kampf vorbereitete (Muskeltonus, Blutzirkulation, Herzfrequenz etc.)

Die Dinge, vor denen wir heute Angst haben, sind auf eine andere Weise angsteinflößend und in den meisten Fällen nicht so lebensbedrohlich wie ein Säbelzahntiger. Trotzdem ist die Reaktion im Körper dieselbe wie damals, denn diese Stressbewältigungsmuster sind im ältesten Teil unseres Gehirns abgelegt, unserem Stammhirn.

Den Ursprung der Angst bewusst machen

Wir tun also gut daran, einen guten und gesundheitsförderlichen Umgang mit all unseren Gefühlen und mit Angst im Besonderen zu schulen und zu kultivieren.

Dazu ist es hilfreich, die Entstehung von Gefühlen zu verstehen.

Am Anfang steht eine Erfahrung.

Du begegnest irgendeinem Phänomen in der Außenwelt. Und dieses Phänomen in der Außenwelt ist erstmal nur genau das: ein Phänomen in der Außenwelt.

Diese Erfahrung eines Phänomens in der Außenwelt trifft dann auf deine Innenwelt, deine innere Software aus Werten, Glaubenssätzen, Überzeugungen, Ansichten etc.

Diese innere Software hat sich im Laufe deines bisherigen Lebens entwickelt aus deinen Prägungen in deiner frühesten Kindheit und allen Erfahrungen, die du im Laufe deines Lebens machen durftest.

Auf der Grundlage deiner inneren Software entscheidet jetzt die Schaltzentrale zwischen deinen Ohren, dein Gehirn, wie diese Erfahrung eingeordnet wird.

Und dann erteilt dein Gehirn verschiedene Befehle.

Die Gedanken, die du - auf der Grundlage deiner inneren Software - über die Phänomene denkst, hängen ganz, ganz eng mit den Gefühlen zusammen, die du dann fühlst.

Wenn du also Angst vor etwas hast oder dir große Sorgen machst, dann kann es hilfreich sein zu schauen, woher diese Angst kommst, woher du sie kennst und welches Bedürfnis dahinter steht.

Unsere Gefühle sind immer auch Botschafter unserer Seele und geben uns wertvolle Hinweise, denen zu lauschen wir üben können.

Die Übung, die ich hier teile, ist ein Anfang.

Viel Freude beim Ausprobieren.

Diese Übung hilft dir, einen guten Umgang mit deiner Angst zu finden.

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